MALLORCA – LA ISLA BONITA TEIL 1

Mallorca, das 17. Bundesland… Ballermann, Oberbayern und Sangria. So zumindest wird die Insel immer wieder gerne dargestellt. Aber das ist wohl das Image vergangener Zeiten. Mallorca hat heute so viel mehr und so viel stilvolleres zu bieten. Es gibt viele unterschiedliche Ecken und es lohnt sich die Insel unvoreingenommen zu besuchen! Meine persönlichen Highlights der ersten fünf Tage unseres Trips möchte ich euch in diesem Post vorstellen.

Der Blick vom Pool in Campanet
Der Blick vom Pool in Campanet

Unser Trip ist recht spontan entstanden. Klar war, dass meine Schwester Hoardi, unsere Mutter, mein Freund und ich unbedingt mal ein wenig Erholung vom stressigen Alltag brauchten. Ein Standard Hotelurlaub kam dabei allerdings nicht in Frage. Vollzeitblogger haben nun mal nie richtig Freizeit und wollen ihre Leser aber auch nicht komplett aus dieser Auszeit ausschließen. Nach etwas Recherche, die sich meiner Meinung nach immer lohnt, fanden wir eine super ausgestattete Finca mit einem fantastischen Pool und einer noch besseren Aussicht. Der perfekte Ort zum Ausspannen und für gelegentliche Shootings. Gefunden und auch schon gebucht.

Unser Flug ging bereits um sechs Uhr morgens und somit landeten wir bereits um kurz vor neun in Palma. Allerdings durften wir noch eine gute Stunde auf unseren Leihwagen warten (wer günstig bucht…), bevor es dann zur Finca losging. Die Finca befindet sich im kleinen Ort Campanet in der Nähe von Alcudia. Der Ort selber ist nicht besonders spannend. Aber die Finca haben wir auch wegen ihrem Pool und nicht wegen dem Städtchen gebucht. Die Insel wollten wir ja sowieso mit dem Leihwagen weiter erkunden. Dort angekommen, befand sich noch die Putzfrau mitten in der Vorbereitung auf unsere Ankunft.

Der wunderschöne Pool mit Blick über die Insel.
Der wunderschöne Pool mit Blick über die Insel.

Die Bitte, doch im Garten auf der Terrasse beim XXXXL Pool zu warten bis sie fertig war, wurde von Phili einfach ignoriert und er sprang in Sekundenschnelle in der rasch übergezogenen Badehose in den Pool. So sollte dann auch der restliche Tag verlaufen. Etwas übermüdet durch den frühen Flug blieben wir den ganzen Tag über am Pool und in der Finca. Einfach mal alles liegen lassen ;). Am späten Nachmittag dann machten wir uns ohne meine Mutter, die vom Pool nicht mehr wegzukriegen war, auf den Weg nach Sa Pobla, um Lebensmittel einzukaufen. Zugegeben, für zwei sich fast vegan ernährende und zwei vegetarisch lebende Personen auf Mallorca nicht ganz einfach. Wir waren vom Gemüse und Obst Angebot in den üblichen Mercados nicht so richtig überzeugt. Bis wir dann auf ein Geschäft trafen mit einer wirklich fantastischen Auswahl an Obst und Gemüse (seht ihr unten auf der Karte), welches wir uns dann am Abend zubereiteten. Wir grillten jeden Abend und aßen gemütlich auf der Terrasse der Finca.

Blick von Mirador es Colomer.
Blick von Mirador es Colomer.

Die nächsten Tage konnten wir uns alle kaum vom Pool trennen. Dennoch rafften wir uns auf und fuhren am dritten Tag in Richtung Playa de Formentor. Auf dem Weg dahin fährt man über Serpentinen, über einen Berg am Aussichtspunkt „Mirador es Colomer“ vorbei.

Es lohnt sich trotz der vielen Touristen hier zu parken und zum Aussichtspunkt zu gehen. Der Blick ist wirklich fantastisch! Von der Aussicht noch ganz eingenommen, kamen wir dann am Strand an. Eine wirklich schöne Bucht, die allerdings außerhalb der Touristenstoßzeiten zu empfehlen ist. Denn an diesem Tag war es wirklich sehr voll. Wir genossen den Strand aber trotzdem in vollen Zügen. Klares Wasser, schöner Sand und ein Blick aufs Meer und die Bucht von Polenca.

Der große Schock

So gut erholt wie wir waren sollte uns die Ankunft zu Hause in Schrecken versetzen. Ich bemerkte, dass die Tür von der Garage zur Treppe hin schon offen stand und wunderte mich darüber, denn diese schlossen wir immer beim Verlassen des Hauses. Mir wurde komisch und ich flitze hoch zur Haustür. Die Finca ist zur Straße mit einer hohen Mauer, der Garage und einer Gittertür verschlossen, sodass man mit dem Garagenöffner bequem in die Garage fahren kann und dann durch die Hintertür auf das Gelände kommt. Ein paar Stufen rauf steht man dann vor der eigentlichen Haustür. Diese stand sperrangelweit offen! Ich bin zugegebener Maßen bei sowas recht ängstlich und begann sofort laut nach Phili zu rufen, der noch dabei war in der Garage das Auto abzuschließen. Der kam auch sofort angesprintet… „Bleib hier, wir rufen die Polizei, die sind vielleicht noch da!“, meinte ich. Doch dafür hatte er taube Ohren. Er sprintete bereits aggressiv an mir vorbei in die Finca, bereit zur Konfrontation mit den Eindringlingen. Unabhängig davon, dass ich Laptops und Kameras bereits verloren sah, wollte ich am wenigsten, dass er sich in Gefahr begibt. Aber da ist er nicht zu stoppen. Ein paar Sekunden später rief er bereits von drinnen: „Ihr könnt reinkommen, es ist alles in Ordnung.“ Es stellte sich heraus, dass es eine Gärtnerin und einen Poolreiniger gab, die regelmäßig Garten und Pool pflegen. Diese standen seelenruhig draußen und guckten uns ein wenig verdutzt, aufgrund unser dann recht gereizten Reaktion auf ihre Anwesenheit, an. Wir versuchten der teils deutsch sprechenden Gärtnerin klar zu machen, dass wir nicht über ihr Kommen informiert waren und man nicht einfach die Haustür offen stehen lassen könne, wenn man sich außer Hörweite im Garten befindet. Mit ihrer sehr syphatischen spanischen Art nickte sie höflich und sagte nur „It’s okay“.

Eine Stadt zu entdecken und ein lustiger Zufall

"Fotoshooting" ;) in den Gassen von Palma
„Fotoshooting“ 😉 in den Gassen von Palma

Palma hat viel zu bieten. Wenn auch erstmal die Außenbezirke mit ihrem fast schon an Plattenbau erinnernden Gebäuden etwas abschrecken, so überzeugt die wirklich schöne Altstadt mit Tapasbars, Restaurants und Shopping. Am dritten Tag machten wir uns auf, die Stadt zu entdecken. Aufgrund des noch guten Wetters war die Stadt nicht ganz so voll, denn bei schlechtem Wetter strömen alle Touristen in die Stadt um sich die Zeit anders zu vertreiben. So parkten wir am Plaza España um über die Carrer des Oms, wo es einen fantastischen Laden für Eis am Stiel gibt, runter in die Altstadt zu schlendern. Es lohnt sich, die eine oder andere kleinere Gasse zu entdecken und einfach mal drauf los zu gehen. So haben wir auch an einem anderen Tag eine Gasse mit lauter Regenschirmen quer über der Straße aufgehängt gefunden (siehe Bild). Am Passeig del Born findet man dann die üblichen großen Modehäuser. Wobei besonders Zara mit einer recht großen Auswahl und dem ein oder anderen Teil, welches man nicht in Deutschland findet lockt. Auch die kleine Konditorei „Forn Fondo“ ist mit bezaubernden Keksen am Stiel definitiv einen Abstecher wert. Mit einem Kaffee in Trendviertel Santa Catalina schlossen wir unseren Shopping- und Sightseeing-Bummel ab und fuhren wieder an unseren Pool.

Am vorletzten Tag klingelte der Wecker seeehr früh. Magdalena, Phil und ich fuhren noch vor dem Sonnenaufgang zum Strand um Bilder zu machen. Bald mehr davon 🙂

Mariniis
Mariniis

Kurz vor unserem Mallorca Trip telefonierte ich mit Marina Hoermanseder, weil ich sie besuchen wollte. Als ich sie anrief und wissen wollte ob sie im Atelier sei, meinte sie in ihrem österreichischen Slang „Mei, da bin i ned da. Ur-schade, da bin ich 10 Tage auf Malle.“ – „Nicht dein Ernst?“, meinte ich, „Wir auch!“ – „Na Ur-geil. Lass uns was zusammen machen!“ Gesagt, getan und jetzt am 4. Tag sollten wir es auch hinbekommen. Das Wetter war leider nicht so schön und so fuhren auch meine Mutter und Schwester erneut mit nach Palma und wir trennten uns dann vor Ort. Die beiden gingen shoppen und wir trafen uns mit Marina und ihrem Freund. Nach einem tollen Essen im Hafen zeigte Marina uns Ihre Lieblingseisdiele Riva Reno. Und wenngleich sie mir aus Spaß die schlimmsten Sorten „After Eight und Lakritze“ andrehte, stellten sich die anderen Sorten Bacio und Schokoladensorbet als phänomenal heraus. Zum Reinlegen, ich sag’s euch! Es schmeckt als hätte man 20 Pralinen geschmolzen und dann kaltgestellt. Wirklich, mit Abstand die beste Kugel der Welt. Ein perfekter Abschluss für den Tag. So trafen wir wieder meine Mutter und Schwester und fuhren zurück in die Finca.

Der letzte Tag unseres Kurzurlaubes sollte folgen…

Warum wir doch nicht nach Hause flogen und unseren Flieger einfach verfallen liessen, das erzähle ich euch morgen im zweiten Post.


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /kunden/277123_85604/webseiten/marinathemoss_com/wp-content/themes/marinathemoss/templates/content-single.php on line 91