AMSTERDAM

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Zwei Flugangst-Passagiere an Board und direkt gab der Pilot durch, dass wir in Turbulenzen geraten würden. Keine zwei Sekunden später waren wir mittendrin. Ich schaute Phil ängstlich an, er ängstlich zurück. Ich grinste schnell, um meine Angst zu überspielen und ihm iiiiirgendwie Ruhe zu geben. Das ganze ging eine Weile so, ein Glück nur, dass der Flug von MUC nach Amsterdam lediglich ein bisschen mehr als eine Stunde dauerte.

Diese kleine Tür ist der einzige Hinweis auf das Hotel. Man kann sie schnell übersehen.

Dahin nämlich waren wir unterwegs, da das Hotel the Exchange uns über das Wochenende nach Amsterdam eingeladen hatte. Zufälligerweise war ebenso die Gay Pride Parade und wir somit mitten drin. Ein sehr lustiges Wochenende, worüber ich euch in diesem Post erzählen möchte.

Glücklich, da heil, in Amsterdam angekommen, fuhren wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof. Für 4 EUR in nur 15 Minuten, eine echt günstige Alternative zum Taxi. Das Hotel befindet sich ein paar Gehminuten vom Hauptbahnhof. Leider war unser Zimmer so früh noch nicht bezugsbereit, deswegen arbeiteten wir noch fleißig im „Arbeitszimmer“ des Hotels. Dann, schließlich im Zimmer 403 angekommen, eröffnete sich ein Prinzessinentraum! Wir bekamen das „Marie Antoniette“ Zimmer. „Das passt so gut zu dir“, hieß es 🙂 DANKE, finde ich auch! Jedes Zimmer im Hotel ist nämlich anders eingerichtet, passend zu einem jeweiligen Thema. Doch lange wollten wir erstmal gar nicht im Zimmer verweilen. Auf in die Stadt…Marie_Antoinette_Room

Unser kleiner UNU Flitzer
Unser kleiner UNU Flitzer

Normalerweise entdecken wir eine neue Stadt meist komplett zu Fuß. Diesmal allerdings hatten wir einen Roller zur Verfügung – und zwar einen Elektrischen. Unu stellte uns einen kleinen knallroten Flitzer für die zwei Tage zur Verfügung. Da Amsterdam so viele kleine Ecken und versteckte Prachtstücke hat, hätten wir nicht annähernd so viel per Fuß sehen können. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir den Flitzer hatten und düsten direkt los. Natürlich mit Helm. Daran erkennt man dann auch die Touris, denn die Einheimischen verzichten so gut wie alle auf den Kopfschutz. Uns war das aber egal. Sicher ist sicher. Denn nicht nur, dass hier komplett auf den Helm verzichtet wird, nein, auch die Straßenordnung wird relativ locker genommen. Die Niederländer fahren wie es ihnen passt. Über rot, entgegen des Verlaufs der Einbahnstraße, auf dem Fahrradweg und telefonierend. Ein Grund mehr für uns den Helm aufzusetzen.

Ich DANKE euch übrigens für all die GROßARTIGEN Empfehlungen die ihr mir dauernd schickt, EGAL in welcher Stadt ich bin! Ihr denkt sogar an glutenfreie und vegane Alternativen und ich freue mich über JEDEN Tipp, den ihr mir schickt! Leider schaffe ich es aufgrund der vielen Snaps, DM’s und Mails nicht jedem zu antworten, aber an dieser Stelle nochmal ein HERZLICHES Danke! Ihr seid wirklich zauberhaft!

So flitzten wir auch auf den Tipp von einer lieben Followerin mit dem Unu Scooter zum „Coffee & Coconuts„. Da angekommen staunten wir nicht schlecht. Das Café war mal ein altes Theater, welches super modisch in ein traumhaft schönes Wohlfühleckchen umfunktioniert wurde. Eine sehr angenehme Atmosphäre mit super netter Bedienung. Für mich gab es glutenfreie Kokosnuss Pancakes, Phili aß das Avocadobrot. Nach dem späten Frühstück ging es dann mit dem Roller weiter, wir sahen uns die Stadt ein wenig an, denn wir waren ewig nicht mehr da gewesen. Zuletzt 2011, nach meiner Modedesign Ausbildung, als ich ein Vorstellungsgespräch bei Viktor&Rolf hatte. Umso schöner war es, jetzt wieder da zu sein. Ich klapperte, wie in jeder Stadt, ein paar Vintage Stores ab und kann daher den „Episode“ wärmstens empfehlen. Die Stimmung war super, das Wetter wurde besser, allerdings verlief der Tag für mich weniger schön. Am Nachmittag, als wir im Hotel unsere Koffer auspackten, zog ich meine YSL Tasche aus einer schwarzen größeren Tasche und bekam einen Schreck. Das schwarze Innenfutter der dunklen Tasche hatte sich komplett auf meine weiße YSL Tasche abgefärbt. Die Stimmung sank. Dennoch gingen wir raus um Bilder zu knipsen. Es war kalt und ich warf mir meine neue Homeboy Jacke über mein luftiges Outfit. Als wir eine traumhaft schöne Seitenstraße fanden, legte ich die Jacke nur kurz vorne an der Straße ab. „Da ist was schwarzes auf dem Bild zu sehen“, rief Phil aus weiter Entfernung und zeigte links neben meinen Fuß. Ich schaute kurz runter und wollte die Tüte wegkicken. FEHLER – Es war Hunde AA. Zack, hatte ich dieses verteilt auf meinen nagelneuen weißen Reebok Schuhen. Daraufhin knipsten wir keine volle Minute, als ich meine Jacke auch schon wieder überziehen wollte, weil es so kalt war. Nur war diese leider weg – Irgendein Depp hatte sie mitgenommen! Ich lief also frierend und schlecht drauf zurück zum Hotel. Auf dem Weg dahin traf ich eine super süße Followerin, was mich dann wieder ein wenig aufmunterte. Ich finde es so toll, dass man euch überall trifft 🙂

Am Abend gab es glutenfreie suuuuuperleckere Pizza im „Mastino„. Zu 95% aus Sojamehl gemacht und wärmstens zu empfehlen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf für ein leckeres Frühstück im „Juice Brothers“. Auch auf Empfehlung von euch. DANKE. Hat sich wirklich gelohnt. Zwar ist die Acai Bowl eisig kalt und ganz anders, als ich sie mache und kenne, dennoch wahnsinnig lecker. Ich trinke meine Smoothies ja am liebsten grüüüüüün. Ganz grün. Ohne Fruchtzusatz. Da sie keinen ganz grünen hatten, kreierte die zuckersüße Barista einen ganz eigenen Grünen für mich. Sie warf alles an Grünzeug rein, was da war und ich war happy! Die ganze Stadt war an diesem Morgen gut gelaunt, fast schon in Partylaune. Am Samstag war ja die „Gay Pride“. Amsterdam war voller Touries und komplett in Regenbogenfarben gekleidet. Alle Geschäfte hatten rosafarbene und bunte Flaggen außen hängen. Es war eine ganz ruhige und angenehme Atmosphäre. Keine Aggressionen und keine dummen, unangenehmen Menschen. Alle waren gut drauf und feierten ausgiebig. Es war wirklich ein schöner Tag. Die Sonne schien und jeder grinste. Phil setzte mich mit dem Unu Roller an Vintage Stores ab und cruiste selber ein wenig durch die Stadt, solange ich shoppen war. Ausbeute waren ein paar Mickey und Minnie Shirts. Wir aßen im „SLA“ am Mittag eine leckere Bowl. Den Tag ließen wir mit Bummeln und Rumfahren ausklingen, und waren abends soooo kaputt, dass wir es nicht mehr ins Restaurant schafften, sondern unten in der Pommes Bude jeweils eine XL-Portion holten und uns ganz touri-klassisch auf nahegelegene Treppen setzten und Menschen beobachteten, bis uns fast die Augen zufielen. Am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder zurück nach Muc – dieser Flug allerdings war ein Träumchen. Keine noch so kleine Bewegung in der Luft, die uns aufzucken ließ.

Wenn ihr noch Fragen habt, fragt mich ruhig. Wir sind nun am Packen, es geht heute weiter nach Kopenhagen. Wenn ihr hier noch Tipps habt, für glutenfreies und vegane Café’s, gerne her damit ihr Lieben.

Kussi, Marini

In Kooperation mit Hotel The Exchange